Die Krise kriegen : Roboter-Therapie

Immer wieder heißt es, etwas sei eine Geißel der Menschheit. Dabei ist der Mensch umgekehrt offenbar eine Geißel der Welt. Denn alles, was mit ihm zu tun hat, braucht eine Therapie.

So treibt er nicht nur seine Mitmenschen wie Partner oder Kollegen in den gefährlichen Wahnsinn. Auch seine von ihm „verwöhnten“ Haustiere müssen immer öfter zum Therapeuten. Und nun, als Krönung der Entwicklung, auch noch seine Roboter. Das zumindest legt die Überschrift nahe: „Roboter-Therapeuten brauchen Regeln.“

Na gut, darin geht es bei näherem Hineinlesen um künstliche Intelligenz, die Menschen therapieren soll. Aber das ist im Grunde kein Gegenargument. Zeigt es doch, dass der Mensch dem Menschen kein Therapeut sein will. Er ist für seine eigene Gattung einfach zu anstrengend.

Dennoch könnten angesichts der missverständlichen Überschrift auch andere technische Geräte Hoffnung schöpfen. So möchte etwa die ständig gemobbte Computertastatur ganz dringend einmal therapiert werden, und das nach allen Regeln der Kunst. Denn der unsensible Mensch hackt ständig auf ihr herum.