SZ-Glosse: Gehirnjogging im Zug

Pannen und andere Spiele : Gehirnjogging im Zug

Die Bahn wird oft verkannt. So beschweren sich viele über Pannen, würdigen aber nicht, dass die Bahn ihnen gratis einen tollen Service bietet: das Gehirnjogging! So kann etwa eine Fahrt von München nach Frankfurt von drei unterschiedlichen Pannen begleitet werden – Polizeieinsatz in Ingolstadt, Warten auf Anschlusszug in Nürnberg, technische Störung in Würzburg.

Und vor jedem Halt rekapituliert ein freundlicher Bahn-Mitarbeiter die wachsende Pannenserie via Lautsprecher: „Wir haben jetzt 45 Minuten Verspätung, weil . . .“ Das erinnert an das schöne Zeitvertreibspiel: „Ich packe meinen Koffer ...“ Zunächst hat dann der gewonnen, der bei Ankunft noch alle Pannen aufzählen kann. Aber das ist nur die erste Runde.

Sollte der Fahrgast nämlich nach über einer Stunde Verspätung noch die Nummer seiner Züge wissen und alle ursprünglich geplanten Anschlusszeiten, kann er bei einem weiteren lustigen Gewinnspiel mitmachen – die Bahn nennt es Fahrgastrechteformular. Aber vorher steht meistens noch das lustige „Such den Zugbegleiter“ – denn der spielt ausgerechnet dann immer besonders gern Verstecken.

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