Ein neuer Trend : Enge beim Laufen

Es wird eng für Deutschland. Vielleicht auch im Hinblick auf die Pandemie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und alle anderen wichtigen Probleme unserer Zeit, aber besonders beim Joggen. Denn die gegenwärtige Mode quält Läufer mit sogenannten „Lauftights“.

Diese engen Laufhosen sind derzeit fast die einzig erhältlichen und lassen selbst Sportlerinnen, die sich vorher schlank fühlten, wie eine Wurst in der Pelle aussehen. Kein Pölsterchen bleibt mehr im Verborgenen, keine warme Hose passt im Winter mehr drunter. Alles zeichnet sich ab – und damit auch diese dramatische Entwicklung: Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt und der Läufer zu Lauftights.

Besonders gemein an dieser traumatischen Trendwende ist jedoch dies: Normalerweise führt das Völlegefühl im Hosenbereich ja zu dem Vorsatz: „Ich müsste mehr Sport machen.“ Hier aber bewirkt es nun fatalerweise das genaue Gegenteil: „So darf mich niemand sehen.“

Wer sich aber trotzdem mutig aufrafft in seinen „Lauftights“, kann stolz auf sich sein. Denn ihm sind die Blicke der anderen so wurst, wie er selbst eine ist.