Frauen, Kochen, Geld : Der moderne Mann

Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage stellte Grönemeyer einst, wäre damit aber am heutigen Weltmännertag schon unmodern. Denn nun lautet die Frage: Wann ist ein Mann ein moderner Mann?

Immerhin das betroffene Geschlecht selbst kann diese beantworten: Die meisten halten sich für modern, laut einer Umfrage von „Mindline“ sogar ein Drittel der über 50-Jährigen. Das machen sie daran fest, dass sie eine Beziehung haben, gern kochen und Zeit für wichtiger als Geld halten. Außerdem interessieren sie sich für ihr Äußeres.

Böse weibliche Zungen könnten hier einhaken: Dass jemand eine Beziehung hat, spricht nicht zwangsläufig für seine moderne Einstellung – sondern manchmal nur für eine geduldige Frau. Und dass Zeit wichtiger ist als Geld, könnte nur dem Alter geschuldet sein, in dem das Verrinnen der Zeit immer bewusster wird.

Dennoch spricht viel dafür, dass die Befragten Recht haben. Denn allein dadurch, dass sie sich für modern erklären, folgen sie dem hochmodernen Trend der Selbstbeweihräucherung. Der Kavalier alter Schule lässt sich dagegen an seinen heute völlig unmodernen Hobbys erkennen: Er genießt und schweigt.

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