Von Tadschikistan lernen : Bankwesen

Frankfurt gilt als Bankenmetropole – aber möglicherweise zu Unrecht. Denn das wirkliche Fachwissen über Banken muss künftig in Duschanbe verortet werden, der Hauptstadt von Tadschikistan. Dort nämlich hat der autoritäre Präsident Emomali Rachmon erklärt, Bankangestellte sollten nicht zu kräftig sein – am besten sogar Frauen, die seien weniger korrupt.

Wenn aber ein muskulöser Mann trotzdem als Banker arbeitet, hat er nach tadschikischer Lesart grundsätzlich etwas falsch gemacht – denn er könnte auf dem Bau mehr verdienen.

Fragt sich, inwieweit wir davon lernen können. Zunächst einmal müssten kräftige Banker in Fitness-Studios aufgespürt und sofort auf Bauarbeiter umgeschult werden. Das würde zwar zu noch mehr Bautätigkeit führen, deren Finanzierung unklar ist. Und die schlanken Banker wären dann nur noch für leichtere Bautätigkeiten geeignet und dürften daher Mist bauen. Gerüchteweise können einige das sogar schon. Aber vielleicht ist es nach Geheiminfos tadschikischer Fachleute auch gar nicht mehr nötig, das Ersparte zu einem Geldinstitut zu geben. Am besten einfach den Frauen geben – die sind eine sichere Bank.