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SZ-Glosse: Ausgangssperre? Ausflug in den Keller!

In Corona-Zeiten : Ausflugsziel Keller

Der Nahraum muss in diesen Zeiten neu entdeckt werden. Spannend kann am Wochenende ein ganz nahes Ausflugsziel sein: der heimische Keller. Der Hinweg ist unkompliziert und hat nur kleine Höhenunterschiede, die ohne Zusatzausrüstung zu schaffen sind – abgesehen vom Kellerschlüssel.

Allerdings sollte der Blick nicht fehlen für Sehenswertes auf der Strecke wie Treppenhaus und Geländer. Ein erstes Selfie ist hier möglich. Am Ziel angekommen, warten große Abenteuer. Weiß doch der Kellerbesitzer oft gar nicht mehr, was sich in den Regalen und Kisten alles verbirgt. Spannung beim Öffnen und Bewegung beim Heraustragen lässt sich in der Trendsportart Ausmisten verbinden. Auch die kellereigene Fauna – Asseln und Spinnen – lädt zu spannenden Entdeckungen ein, wie des eigenen Kreischpotenzials.

Für Souvenirs ist ebenfalls gesorgt. Lassen sich doch Spinnweben und Dreck problemlos mit nach oben bringen – sowie viele Dinge, von denen der Abenteurer meint: „Das könnte ich gebrauchen.“ Na gut, das stimmt zwar meistens nicht. Aber wenn er das feststellt, hat er im Zurückbringen wenigstens einen Vorwand für den nächsten Ausflug.