1. Nachrichten
  2. Meinung
  3. Glosse

Studie: Jeder Vierte hat Stress auf der Dienstreise

Glosse : Stress auf der Dienstreise

Dass der moderne Mensch Stress hat, ist unstrittig. Es handelt sich sogar um sein Hauptmerkmal. Die Ansichten gehen allein in der Frage auseinander: Was stresst ihn am meisten? Arbeit oder Familie? Beziehung oder Einsamkeit?

Sport oder Sex? Sekt oder Selters?

Eine Studie kommt nun in Bezug auf Arbeitnehmer zu einer verblüffenden Antwort: Es ist die Geschäftsreise! Fast jeder Vierte sei dort gestresster als am heimischen Schreibtisch. Und zwar weil etwa bei der Bahn oft Unvorhergesehenes passiert wie etwa eine Verspätung oder Störung. Das scheint allerdings sehr unfair. Denn der erfahrene Bahnreisende weiß, dass eine Verspätung das Erwartbare ist. Völlig unvorhergesehen ist eher das pünktliche Eintreffen, das vielleicht sogar – huch! – das Wahrnehmen des Termins ermöglicht.

Doch vielleicht erklären sich die unterschiedlichen Sichtweisen auch damit, dass die Studie von „Chefsache Business Travel“ stammt. So empfinden Vorgesetzte das Bahnfahren vermutlich als stressiger, weil es für sie unvorhersehbarer ist als ihre eigenen Anweisungen. Für ihre Mitarbeiter ist es dagegen umgekehrt.