Neue Sucht : Schädliches Putzen

Viele fühlen sich noch Wochen nach dem Frühjahrsputz um Jahre gealtert. Und sie haben Recht! Denn Putzen gefährdet die Gesundheit. Die Putzmittel nämlich, so stellt eine Europäische Studie fest, können mit ihren chemischen Stoffen schädlich für die Atemwege sein.

Putzen ist quasi das neue Rauchen!

Das muss gesellschaftlich verarbeitet werden. Plakatkampagnen sollten künftig vor dem Putzen warnen, Schockfotos aufgeweichte Spülhände zeigen. Dann werden auch junge Menschen abgeschreckt, diesem Laster zu frönen. Viele von ihnen schrecken vor dem Putzen aber rein intuitiv schon zurück. Ein gesunder Instinkt.

Was aber machen Putzsüchtige, die ihre Wohnung einfach nicht verdrecken lassen wollen? Vielleicht sollten für sie vor Restaurants und Cafes eigene durchsichtige Putzräume eingerichtet werden, in denen sie – gesellschaftlich geächtet – ein wenig vor sich hinwischen können. Nicht empfehlenswert ist es jedoch, zum Schutz der eigenen Gesundheit nur den Ehepartner putzen zu lassen. Denn dann sagt der irgendwann: „Ich geh nur mal eben Spülbürsten holen“ – und macht sich aus dem Staub.

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