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Glosse: Vögel schauen statt fernsehen

Glosse

Vögel statt fernsehen

Es soll noch Menschen geben, die wie im vorigen Jahrhundert fernsehen. 66 Prozent der Leute haben das zu Pandemie-Zeiten sogar täglich getan. Aber gefühlt 95 Prozent klagen – auch das schon seit Jahrzehnten – ständig über das Programm.

Deswegen wird es höchste Zeit, mal woanders hinzuschauen.

Die Beobachtung von Vögeln etwa steigert das Wohlbefinden von Senioren ganz ohne blaues Flimmern, fand eine Studie gerade heraus. Leider nehmen die Vögel darauf nicht immer Rücksicht und geben selbst an einer liebevoll aufgehängten Futterstation nicht immer singend Rückmeldung vor dem Verzehr – oder wie es im Vogel-Denglisch heißt: Piepback.

Aber vielleicht sollte die Beobachtung noch darüber hinaus erweitert werden. Das Betrachten schräger Vögel im Leben wie auf dem Bildschirm etwa kann das Wohlbefinden aller Altersklassen im Land deutlich steigern. Allerdings kommt es, wie beim guten alten Fernsehen, bisweilen zu Tonstörungen. Denn mancher ist fest überzeugt, dass es beim anderen piept. Dabei hat er selbst eine Meise.