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Glosse: Putzen in kleinen Einheiten

Glosse : Putzen in kleinen Einheiten

Der Samstag ist auch nicht mehr, was er mal war. Keine wirkliche Samstagabend­show seit „Wetten, dass..?“, kein Bad am Samstagabend – und kein Samstagsputzen!

Laut einer Online-Umfrage von Dynata ziehen nämlich viele an diesem Tag inzwischen andere Beschäftigungen vor – und putzen stattdessen unter der Woche in „kleinen Einheiten“. Vermutlich zählt schon Tischabwischen bald als trendiges „Mikroputzen“. Und manchmal sind die Putzeinheiten so klein, dass das Ergebnis mit bloßem Auge gar nicht wahrnehmbar ist. Möglicherweise wird dabei jedoch eine große Chance verpasst. Denn laut einer Psychologin kann das Putzen Stress abbauen. Sehe man doch dabei „ein sofortiges positives Ergebnis“. Frauen sollten allerdings aufpassen: Es könnte sich um Putz-Fake-News handeln, die ihnen die Hausarbeit schmackhaft machen sollen. Denn die Psychologin verschweigt geschickt, dass das positive Putzergebnis auch sofort wieder zunichte gemacht werden kann – wenn etwa jemand mit dreckigen Schuhen durch die Wohnung stapft. Doch solche Einwände gehen Menschen, die Wischwasser predigen, aber sich Weinflecken schöntrinken, schnell mal durch die Lappen.