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Glosse: In der Corona-Krise hockt alles aufeinander

Glosse : Alles hockt aufeinander

Manche dachten, sie hätten sich einmal einen Partner oder Kinder zulegt – und das sei schon anstrengend genug gewesen. Aber nein, bedingt durch die Corona-Krise kommt es nun noch viel schlimmer.

Denn in diesen Zeiten wird manchen klar, dass sie mit diesen familär verbundenen Menschen auch tatsächlich zusammenleben müssen. Nicht nur im Urlaub, wo überall Ablenkung und Dauerbespaßung möglich ist, sondern auch zu Hause. Analog! Real! Tagsüber! Damit war so erst einmal nicht zu rechnen, und es stand auch nicht im Kleingedruckten.

Dieses Aufeinanderhocken kann natürlich zu Extremsituation wie intensiven Gesprächen führen, vielleicht sogar zu einem gegenseitigen Kennenlernen. Dagegen schützt möglicherweise für eine gewisse Zeit noch das Smartphone, aber auch das hilft nicht für alle Ewigkeit. Denn irgendwann ist das Hochgucken nicht zu vermeiden – und wer weiß, ob man sich dann nicht versehentlich doch wohlfühlt. Oder man weiß ganz neu zu schätzen, dass man sonst zur Arbeit oder in die Schule darf.