Glosse : Es gibt kein Zurück

Der Einkäufer findet sich heute vor allem im Supermarkt immer öfter an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt: in der Schlange vor der Kasse.

Schon in früheren Zeiten machte er sich nicht gerade beliebt, wenn er diese mit dem kleinen Aufschrei „ich hab noch was vergessen“ schnell noch einmal verließ und dann auf unbestimmte Suchzeit in den Tiefen des Ladens verschwand. Heute aber, in der Ära des Abstandhaltens, ist dieses Verhalten ein totaler Frevel. Denn eigentlich darf er seinen Einkaufswagen ja nicht an der Kasse zurücklassen, sondern muss ihn als Abstandshalter durch die Gänge des Supermarkts schieben. Dort aber gilt, gerade wenn es in Stoßzeiten besonders voll ist, die alte Pionierweisheit: vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Die brutale Wahrheit insbesondere in Corona-Zeiten ist also: Der Einkäufer darf auf seinem Parcours durch den Supermarkt nichts vergessen, niemals! Und früher hätte das, bei weniger Stress und meist größerer Merkfähigkeit, auch geklappt. Aber auch für das gute Gedächtnis gilt, wenn die Erinnerung nicht trügt: Es gibt kein Zurück.