Glosse : Die „Plusing-Methode“

Eigentlich platzen heute fast alle Menschen schon bei Arbeitsbeginn fast vor Motivation – oder was immer dieses flaue Gefühl in der Magengrube ist. Aber weil auch das noch optimiert werden kann, gibt es die „Plusing-Methode“.

Darunter versteht eine Verhaltensforscherin im Harvard Business Manager die verrückte Strategie, auf die Ideen der Kollegen einzugehen. Man sollte ihnen nicht ständig mit dem Einwand „Ja, aber...“, sondern mit einem konstruktiven „Ja, und“ begegnen. Das „Und“ stellt dann das menschliche „Plus“ dar, das die darauffolgende Kritik abmildert.

Es scheint zwar nicht gerade ein Plus an Logik, wenn man erst zustimmt und dann im selben Satz das Gegenargument anführt. Aber erfahrungsgemäß hören die Kollegen meistens doch nicht bis zu Ende zu und bekommen nur den ersten Teil mit. Ja – und das ist totaler Mist.

Allerdings ist das „Plusing“ so neu nun auch wieder nicht. Zwischen Eltern und Kindern oder in Beziehungen wird es schon sehr lange angewendet. Denn dort ernten Vorschläge oft sogar ein sehr konstruktives „Jaja“ – dann aber den mitgedachten Zusatz: „Und ich mache es doch anders.“