Glosse : Alles eingeseift

Mancher Gedenktag wird lange belächelt, kommt dann aber plötzlich groß raus. Wie am morgigen Donnerstag der „Welttag des Händewaschens“.

Denn am 15. Oktober sind schon so viel Hände gewaschen, ab- und ausgetrocknet, dass man 2020 getrost als „Jahr des Händewaschens“ bezeichnen könnte. Brauchte es doch offenbar erst eine Pandemie, um manchen zu zeigen: Diese Waschbecken vor den Toiletten sind gar keine irre Designspielerei!

Auch Seife hat dabei eine neue Bedeutung gewonnen. Erstaunlich, dass noch niemand eine Verschwörungstheorie zu den verschiedenen Seifenherstellern entwickelt hat. Verdächtig waren sie schon lange, schließlich gibt es viele ominöse Seifenspender – und da wird immer kräftig geschmiert! Nach dem Motto: Eine Hand wäscht die andere.

Nun aber könnten sie das Virus in geheimen Waschzubern erschaffen haben, um die komplette Menschheit einzuseifen. Und das wäre natürlich besonders heimtückisch. Denn dann weiß am Ende wirklich keiner mehr, ob der Protestler vor Wut schäumt. Oder nur vor Seife.