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Glosse
Abendbrot

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Manche sorgen sich um die Zukunft des Abendlands. Auch das Abendrot scheint gefährdet – da es schlechtes Wetter ankündigt, das durch den Klimawandel wohl ausstirbt. Von Pia Rolfs

Aber eine kulturelle Abend-Errungenschaft scheint in Deutschland gesichert: das Abendbrot.


Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts „Rheingold Salon“ essen 78 Prozent der Deutschen regelmäßig ein klassisches Abendbrot. Sie lassen sich also esskulturell die Butter nicht vom Brot nehmen und belegen es mit Wurst und Käse. Das ist wohl der ideale Übergang in den Feierabend – damit es einem abends wurscht ist, wenn am Tag alles Käse war. Außerdem könnte ein warmes Abendessen manchen verleiten, das Mittagessen ausfallen zu lassen. Eine fatale Entwicklung, die am Ende noch in gesunden mediterranen Essgewohnheiten endet! Wer aber abends „nur“ Abendbrot isst, kann unter diesem Vorwand weiterhin drei große Mahlzeiten täglich verputzen – und dazwischen noch die fünf kleinen, die Ernährungsberater empfehlen.

Allerdings glauben einige Abendbrotfans, dass sie zumindest durch diese Mahlzeit nicht zunehmen. Denn der Kampf gegen die Kilos ist schließlich nur ihr täglich Brot.