Saftläden : Getränke im Büro

Früher hatte Trinken mit Durst zu tun, heute ist es quasi erste Bürgerpflicht. Und leider muss sich da jeder dritte Deutsche an die eigene Flasche fassen – denn er trinkt zu wenig.

Das zumindest hat eine Forsa-Umfrage festgestellt. Und die für manche überraschende Wende ist: Es liegt am Chef! Denn von dem wünschen sich 90 Prozent der Deutschen am Arbeitsplatz Gratis-Getränke. Allerdings wird keine Auszahlung in Kaffee angestrebt, sondern ein Zusatzangebot. Das klingt nett, ist aber eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes über-flüssig. So wird in vielen Büros ohnehin schon so viel geblubbert, dass selbst sprudelndes Mineralwasser dagegen vergleichsweise still wirkt. Abwarten und Tee trinken funktioniert auch ohne Heißgetränk. Und manche Mitarbeiter sind der Mühen des Jobs überdrüssig, haben also, wie ein Sprichwort sagt, den Kaffee auf – obwohl sie ihn nie serviert bekamen.

Immerhin gibt es gerüchteweise Firmen, die sich mit gesunden Obst-Getränken auf die Bedürfnisse ihrer Angestellten einstellen, zumindest geistig. Denn selbst wenn diese nicht offen angeboten werden, erkennen die Mitarbeiter trotzdem: „Das ist ein Saftladen.“

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