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Die SZ-Glosse: Das Jahr der Rindviecher

Was aus China kommt : Das Jahr der Rindviecher

Im Reich der Mitte hat das Jahr des Büffels vor einigen Tagen begonnen. Und die Lehre aus dem vergangenen Jahr 2020 lautet: Was aus China kommt, ist nicht zu unterschätzen.

Zwar muss der Begriff hiesigen Verhältnissen angepasst werden, da Büffel hierzulande doch eher selten vorkommen. So wäre etwa das „Jahr des Büffelns“ denkbar. Schließlich lernen die Jüngeren zurzeit überwiegend zu Hause – und die Älteren bisweilen sogar den Umgang mit Videokonferenzen. Das ist wie beim chinesischen „Jahr des Büffels“ denn auch geprägt durch „Anlaufschwierigkeiten“. Ein Begriff, den manche sehr frei mit „Bullshit“ übersetzen, vermutlich nur, weil es zur Tierart passt.

„Zuverlässigkeit und Entschlossenheit“ charakterisieren laut dem chinesischen Horoskop ebenfalls das Jahr des Büffels. Und da muss Deutschland endlich in die Hufe kommen, um adäquaten tierischen Ersatz zu finden. Denn zuverlässig gibt es hier auf dem kuhfladigen Weg zur Herdenimmunität zwar recht viele Rindviecher. Aber die entdecken die meisten mit großer Entschlossenheit immer nur auf der anderen Seite.