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Das Einnicken am Steuer ist laut Forsa-Umfrage sehr verbreitet

Hohe Dunkelziffer : Einnicken am Steuer

Der Straßenverkehr wird immer anstrengender. Kein Wunder also, dass mancher Fahrer nur noch eine Möglichkeit sieht, dem zu entgehen – durch die Flucht in den Schlaf.

Laut einer Forsa-Umfrage sind 39 Prozent aller deutschen Autofahrer am Steuer schon mal kurz eingenickt, besonders häufig Männer. Vermutlich weil das Auto für sie bei Alleinfahrten ein Ort des Rückzugs ist, wo der weibliche Redeschwall sie mal nicht erreicht. Oder wissenschaftlich gesprochen: ein Faradayscher Käfig, wo weder Blitz noch Ideen der Ehefrau einschlagen können. Außerdem fahren Männer nach eigener Auffassung so gut, dass sie die Strecke im Schlaf beherrschen. Jede Strecke.

Da Einnicken am Steuer aber gesellschaftlich nicht akzeptiert ist, liegt die Dunkelziffer vermutlich noch höher – und es werden wohl nur diejenigen gezählt, die bei ihrem Kurzschläfchen beobachtet werden. Von anderen Verkehrsteilnehmern oder eben doch ihren Frauen. Und die sind dann auch allein schuld daran, wenn es in der Folge zu kleinen Pannen oder Unfällen kommt. Denn mit Schreien wie „Pass auf!“ wecken sie den friedlich schlummernden Fahrer einfach zu unsanft auf.