Saarland sollte Stichwahl-Verfahren ändern Schon wieder an die Urne? Die unnötige Qual der zweiten Wahl im Saarland

Meinung · Viele Saarländer sollen am Sonntag noch mal zur Wahl - um über OBs, Bürgermeister, Landräte und den Regionalverbandspräsidenten zu entscheiden. Doch muss das wirklich sein? Es gibt clevere Verfahren, um eigene Stichwahl-Tage zu vermeiden.

Am Sonntag dürften sich bei den Stichwahlen weniger Menschen beteiligen als am 9. Juni,

Am Sonntag dürften sich bei den Stichwahlen weniger Menschen beteiligen als am 9. Juni,

Foto: dpa/Arne Dedert

Für viele Wahlhelfer wird dieser Sonntag langweilig. Vielerorts dürften bei der Entscheidung über die Spitzen in Regionalverband und Saarpfalz-Kreis kaum halb so viele Bürger wie am 9. Juni aufschlagen. Bei den Bürgermeister-Stichwahlen werden es mehr sein – aber kaum die 65 Prozent vom EU- und Kommunalwahltag. Den teuren Extra-Durchgang sollte man sich sparen – und so auch die Legitimation der Gewählten erhöhen. Denn es ist ja kein überzeugendes Mandat, wenn die Stimmen von knapp 17 Prozent der Wahlberechtigten reichen, um zehn Jahre OB zu sein. So war das 2019 in Saarbrücken bei einer geisterhaften Stichwahl.