Zufall und Berechnung: Elektroakustische und visuelle Musik im KuBa

Zufall und Berechnung: Elektroakustische und visuelle Musik im KuBa

Nach dem Fünf-Tage-Programm 2015 hat Daniel Osorio, Kopf und Begründer der „Saarbrücker Tage für elektro-akustische und visuelle Musik (EviMus)“, die diesjährige dritte Ausgabe gestrafft: Von Freitag bis Sonntag (4. bis 6.11.) gibt es im KuBa täglich bei freiem Eintritt zwei Konzerte mit elektro-akustischen Kompositionen, mit Video-, Licht- und Klanginstallationen auswärtiger und regionaler Künstler.

Der Auftakt von EviMus am Freitag wird aus den Reihen der hiesigen Kunst- und Musik-Hochschule (HBK/HfM) bestritten. Zur Eröffnung (19 Uhr) agieren der Klangkünstler Stefan Zintel und der Videospezialist Volker Schütz, ab 21 Uhr übernehmen der Gitarrist und Elektroniker Juan González und der Videofachmann François Schwamborn.

Als Highlights kündigt Festivalleiter Daniel Osorio Saarländisches und Internationales an: "Das Prinzip des Zufalls" nennt sich ein Saarbrücker Trio der Jazzer Manuel Krass (E-Piano, Effekte) und Stephan Goldbach (Kontrabass, Elektronik) mit dem Lichtkünstler Krischan Kriesten, die für Samstag (21 Uhr) Klanglandschaften zwischen Ambient und Freejazz versprechen. Multinational besetzt ist das "New Art and Music Ensemble Salzburg" - mit genreübergreifendem Anspruch legt es zum Festivalfinale (Sonntag, 19 Uhr) Klassiker der zeitgenössischen Musik und Uraufführungen junger Komponisten auf die Notenpulte. Als dritten Höhepunkt empfiehlt Osorio das von ihm selbst geleitete "Konzert von Kindern für Kinder" (Sonntag, 11 Uhr) mit elektronischen Kompositionen von Schülern der 8. und 9. Klasse des Deutsch-Französischen Gymnasiums Saarbrücken. "Man denkt oft, dass Jugendliche nur Pop oder Rap hören", sagt Osorio, "erstaunlicherweise haben wir gemerkt, dass sie auch kreativ mit anderer Musik sein können, wenn sie die Mittel zur Verfügung gestellt bekommen." Dazu bietet "Call for works" eine Auswahl bei EviMus eingereichter Kompositionen (Samstag, 19 Uhr). 2015 waren es gut 80 aus Europa, Kanada, USA, Australien, Chile und dem Iran.

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