Zeitschrift "Spex" kündigt nach Print-Ende Online-Neunanfang an

Kulturzeitschriften : Zeitschrift „Spex“ will nach Ende online neu starten

(SZ) Die letzte gedruckte Ausgabe des Popkultur-Magazins Spex ist noch nicht erschienen (mit der 384. Ausgabe wird am 27. Dezember Schluss sein), da kündigt die Redaktion auf der Webseite für den 1. Februar bereits eine Online-Ausgabe an.

Man wolle weiterhin „unabhängig, kritisch und frei von digitalem Massendenken“ arbeiten und starte Anfang 2019 eine „Online-Spex“-Version, die monatlich zwei Euro kosten soll. Die Redaktion will dafür ein neues Konzept entwickeln, Dennis Pohl wird die Chefredaktion übernehmen.

 Warum nun eine Online-Ausgabe kommt, dazu schrieb Pohl: „Wir hätten uns bequem darüber beschweren können, dass das vermaledeite Internet uns die schönen Jobs wegfrisst, mit seiner Gleichzeitigkeit jegliche Pop-Kritik obsolet macht und überhaupt alles beschissen ist.“ Lieber aber wolle man „zum beherzten Sprung ins Ungewisse ansetzen und einen Vorschlag formulieren, wie relevanter, unabhängiger Journalismus in Zeiten des Glasfaserkabels aussehen kann“. Toi, toi, toi!