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Saarländisches Staatstheater : Solider Einstand für neuen GMD Sébastien Rouland

Vorwiegend heiter war das Programm gestern in der Congresshalle, das sich der neue Generalmusikdirektor des Staatstheaters, Sébastien Rouland, zu seinem Einstand für das 3. Sinfoniekonzert zusammengestellt hatte.

Französisches zuerst: Francis Poulenc und seine „Sinfonietta“, mühelos komponierter, kultivierter Klamauk, simpel und doch von angenehmer Heiterkeit, gar Witzigkeit. Spécialité française, gar nicht leicht über die Rampe zu bringen für das Staatsorchester, denn die Erdenschwere wurde nicht so ganz überwunden. Poulenc liebt die Bläser, weist ihnen wichtige Aufgaben zu, die (bis aufs hohe Horn) gut gemeistert wurden.

Originell ist das „Concert champêtre“, das „ländliche“ Konzert für Cembalo und Orchester. Der Glanz von Versailles wurde beschworen, mit Archaismen à la Couperin, Collagen aus Militärmusik und Fanfaren, ein Stilpluralismus, dessen Kleinteiligkeit vorüberrauschte und  kaum berührte. Kleinteilige Fleißarbeit auch für Rouland mit den ständigen 2er- und 3er-Taktwechseln. Am elektrisch verstärkten Cembalo setzte Jory Vinikour seine Einwürfe gekonnt gegen den üppigen Orchesterklang ab und konnte in der Zugabe mit Rameaus „Les Cyklopes“ zeigen, was er alles in den Fingern hat.

Dann Deutsches: Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie, die „Pastorale“. Sie kommt fast ganz ohne angestrengte musikalische Urgewalten aus. Rouland hatte es eilig, auf dem „Lande“ anzukommen, ließ den „Bach“ zu Ungunsten der Violinen kräftig rauschen, inszenierte die „Lustigen Landleute“ derb und  „Gewitter“ und „Sturm“ kraftvoll. Der „Hirtengesang“ mit „frohen und dankbaren Gefühlen“ gab den Bläsern Gelegenheit, zu brillieren. Auch Rouland scheint eine Vorliebe für die Bläser zu haben. Seinen Bemühungen um dynamische Abstufungen wurde das Orchester weitgehend gerecht. Eine solide Leistung, belohnt mit dankbarem Applaus.

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