Vier Jahre später, Millionen Euro teurer

Vier Jahre später, Millionen Euro teurer

Die Bauarbeiten am Berliner Pergamonmuseum werden deutlich mehr Zeit und Geld in Anspruch nehmen als bislang geplant. Der Bund rechne mit Kosten von 477 Millionen Euro, teilte das Bundesbauministerium am Samstag mit. Ursprünglich waren 261 Millionen Euro veranschlagt. Zudem verschiebe sich die Eröffnung auf 2023, geplant war 2019.

Das Museum mit dem weltberühmten Pergamonaltar ist das Herzstück der Berliner Museumsinsel. Mehr als 80 Jahre nach seiner Eröffnung und späterer Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wird es seit 2013 einer Generalsanierung unterzogen.

Hauptgrund der gestiegenen Kosten und des Zeitverzugs sind zwei überraschend aufgetauchte Pumpenhäuser im Baugrund. Die Pumpen hatten während der Erbauung zwischen 1910 und 1930 Grundwasser abgesaugt, wurden danach jedoch offenbar nicht entfernt. Vor Beginn der Sanierung habe es keine Hinweise auf die Hindernisse gegeben. Um den Museumsbetrieb nicht früher als nötig zu stören, sei auf Probebohrungen verzichtet worden. Um eine erneute Steigerung der Kosten zu vermeiden, veranschlagt das Bauministerium in seiner aktuellen Kalkulation nun eine Risikovorsorge von 45 Millionen Euro. Nur wenn sämtliche einkalkulierten Risiken eintreten, steigen die Gesamtkosten auf 477 Millionen Euro, hieß es.

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