Vanessa Paradis-Konzert im Luxemburger Atelier

Intimes Konzert im kleinen Atelier : Vanessa Paradis auf Zeitreise in Luxemburg

Ach, die Nostalgie! Wenn über tausend in der Mehrzahl Mittvierziger lauthals einen Teenie-Song schmettern. So war das im Luxemburger Atelier, als Vanessa Paradis am Freitag ihren ersten und einzigen Nummer-Eins-Hit sang: „Joe le Taxi“. 1987 wurde die damals 14-Jährige damit über Nacht berühmt.

Am eher wirren Text vom Taxifahrer Joe lag der Erfolg sicher nicht. Die Melodie war zwar eingängig, aber nicht umwerfend. Nein, es war eher die frech-unschuldige Ausstrahlung des französischen Teenagers, die dem Song sogar großen internationalen Erfolg einbrachte. Sie trat damit in die Fußstapfen von France Gall, dem französischen Teenie-Star der 60er. Mit zwei der begehrtesten Männer der Welt war sie liiert. Zunächst mit Musiker Lenny Kravitz, dann mit Schauspieler Johnny Depp.

Großer Glamour also im kleinen Luxemburg, und dann noch in der intimen Atmosphäre des „Ateliers“, wo die Fans dem Star ganz nah kamen. Die formidable sechsköpfige Band quetschte sich auf die Bühne – fertig war sie, die perfekte Clubatmosphäre. Mit Hommagen an Lenny Kravitz, Velvet Underground und der Gainsbourg-Nummer „Ballade de Johnny Jane“ begeisterte Vanessa Paradis ihr Publikum – und gab auch noch eine 20-minütige Zugabe.

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