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Unfall mit der Kettensäge bei der St. Ingberter Pfanne

Unfall bei Kleinkunstwettbewerb : Comedian verletzt sich bei der St. Ingberter Pfanne mit der Kettensäge

Corona-bedingt fand die Pfanne erstmals in der Industriekathedrale Alte Schmelz statt und musste gleich am ersten Tag vorzeitig vom Herd genommen werden: Der letzte Kandidat Christoph Engels jonglierte mit einer laufenden Motorsäge - das ging schief.

Dass ein Kandidat seine Teilnahme im Vorfeld absagt, kommt schon mal vor – Erika Ratcliffe beispielsweise hat ihren Auftritt beim diesjährigen Kleinkunstfestival St. Ingberter Pfanne gekündigt, für sie rückt am Dienstag Rainer Holl nach.

Dass aber ein Wettbewerber sich live selbst außer Gefecht setzt, passiert eher selten. Der Anarchokomödiant Christoph Engels hat dieses Malheur am Samstag geschafft, kaum dass er als letzter Kontrahent die Bühne betreten hatte.

Mit grasgrünem Rasen-Anzug, Sturzhelm und Geweih wollte der Draufgänger mit der roten Pumuckl-Frisur als „Platzhirsch“ das Publikum mit waghalsigen Aktionen verstören, was ihm ungewollt nachhaltig gelang. Dabei war es nicht der stattliche Industrieventilator, der den Unfallschaden anrichtete, denn der kam gar nicht mehr zum Einsatz: Engels jonglierte mit einer laufenden Kettensäge und erwischte das falsche Ende.

Weil er noch einige Sekunden weiter machte, glaubte man erleichtert an einen Trick. Bis er hinterm Vorhang verschwand und statt seiner Moderator Philipp Scharrenberg erschien und verkündete, dass Engels tatsächlich verletzt war. Da Engels „kein einarmiges Ersatzprogramm“ vorbereitet hatte und auch Scharrenberg, selbst ein versierter Poetry Slammer, trotz (oder wegen?) monatelanger Bühnenabstinenz keine Überbrückung parat hatte, wurde die Pfanne an diesem Abend unter tröstendem Anerkennungsbeifall für Engels vorzeitig vom Herd genommen. Die gute Nachricht: Die Finger sind dran.