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Über 1400 Filme waren eingereicht

Saarbrücken hatte den richtigen Riecher : Diese zwei Ophüls-Filme gewinnen Studenten-Oscars in Los Angeles

Mehr als 1400 Filme waren eingereicht, 17 wurden prämiert, zwei kommen aus Deutschland – und beide hatten ihre Uraufführung beim Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis.

Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis hat wohl den richtigen cineastischen Riecher für Entdeckungen: Zwei Filme, die bei der jüngsten Ausgabe im Januar in Saarbrücken ihre Uraufführung erlebten, haben in Los Angeles als einzige deutsche Produktionen Studenten-Oscars gewonnen.  Eine Auszeichnung in Gold erhielt Regisseur Murad Abu Eisheh, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, für seinen Film „Tala'vision“. Der halbstündige Spielfilm, der in Saarbrücken in der Sparte „Mittellanger Film“ lief, erzählt vom Leben der achtjährigen Tala im vom Krieg zerrütteten Syrien und davon, welche Bedeutung ein Fernseher für das Mädchen als Flucht vor der Angst hat.

Einen Preis in Silber gewann „Adisa“ von Simon Deda, Abschlussfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München (in Saarbrücken ebenfalls im mittellangen Wettbewerb gelaufen). Deda erzählt von der schwierigen Mission einer EU-Diplomatin in Kenia nach einem Angriff durch Terroristen. Ingesamt 17 Studenten-Oscars wurden in diesem Jahr vergeben, eingereicht wurden über 1400 Beiträge von 210 amerikanischen und 126 internationalen Hochschulen.

„Tala'vison“, der beim Ophüls-Festival den Jury- und den Publikumspreis gewann, kann man sich noch bis Mittwoch anschauen unter www.ardmediathek.de