Vorbereitung auf „Lara“: Tom Schilling übte manisch Klavier

Vorbereitung auf „Lara“ : Tom Schilling übte manisch Klavier

Tom Schilling hat für seine Rolle eines Konzertpianisten in dem Kinofilm „Lara“ monatelang Klavier geübt. „Ich genieße das sehr, fast so ein bisschen manisch in gewisse Filme einzutauchen“, sagte der Schauspieler (37) in München der Deutschen Presse-Agentur.

Er habe deshalb jeden Tag gespielt. „Zuhause haben alle einen Nervenzusammenbruch gekriegt, weil sie immer das gleiche Stück hören mussten. Aber mir hat das total Spaß gemacht, mich wie so ein Idiot nur mit Klavier zu befassen.“ Der Film ist ab Donnerstag im Kino zu sehen.

Der Schauspieler und der Regisseur Jan-Ole Gerster kennen sich bereits von „Oh Boy“. In „Lara“ spielt Schilling den aufstrebenden Pianisten Viktor, der eine schwierige Beziehung zu seiner Mutter (Corinna Harfouch) hat. Die beiden haben seit einiger Zeit keinen Kontakt mehr und laufen sich bei einem Konzert über den Weg - mit dramatischen Folgen, auch weil Viktor von Selbstzweifeln geplagt wird.

Schilling konnte dies gut nachempfinden. Auch Schauspieler gründeten ihr Selbstwertgefühl oft auf Anerkennung und Zuspruch, auf die Liebe des Publikums, sagte der Berliner. „Wenn das ausbleibt, dann ist das auch mit einer gewissen Form von Unglück verbunden“, auch weil man als Schauspieler oft ganz öffentlich kritisiert werde.

Regisseur Gerster („Oh Boy“) findet Selbstzweifel dennoch manchmal gut, weil sie einen auch vor falschen Entscheidungen schützen könnten. „Man muss gucken, dass das in einer guten Balance bleibt und nicht lähmt oder von Dingen abhält. Aber eigentlich finde ich zweifelnde Menschen erstmal interessanter, als Leute, die unfassbar souverän und selbstbewusst sind.“

Lara

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