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Streit um bundesweite Verschenkaktion von Stiftung Lesen

Kooperation mit Amazon : Stiftung Lesen verteidigt Verschenk-Aktion

Im Streit um eine bundesweite Bücher-Verschenkaktion setzt die Stiftung Lesen auf weiteren Dialog mit dem Buchhandel und die Suche nach Gemeinsamkeiten. Wichtigstes Ziel der Stiftung sei es, insbesondere Familien für das Lesen und Vorlesen zu begeistern, die bislang keinen Zugang zu Büchern hätten, verteidigte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung, Jörg F. Maas, die Aktion.

Dazu gebe es eine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bündnispartnern, darunter etwa Kinderärzte, Medien, Leseclubs und auch Amazon. Die Kooperation mit dem Buchhandel sei ein Teil davon.

Zum Weltkindertag am 20. September wollen die Stiftung Lesen und Amazon eine Million Märchenbücher verschenken. Verteilt werden soll es von den Buchhandelsketten Thalia und Hugendubel. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels kündigte an, seine Mitgliedschaft im Stifterrat der Stiftung Lesen zu überdenken, da große Teile des Buchhandels nicht an der Aktion beteiligt seien.„Wir liegen gar nicht so weit auseinander“, sagte Maas. „Leseförderung muss auf 1000 verschiedenen Schauplätzen passieren“, betonte er. Bei der Verschenkaktion gehe es nicht um die Werbung neuer Kunden für den Internethandel.