Saarbrücker Jazzfestival: So soll Jazz sein: Al Foster Quintet auf dem Halberg

Saarbrücker Jazzfestival : So soll Jazz sein: Al Foster Quintet auf dem Halberg

() Noch nie habe er jemanden erlebt, der immer so gut drauf ist, scherzte Festivalchef Wolfgang Krause vom Jazz Syndikat zur Begrüßung. Gemeint war Al Foster, der stets lächelnde Schlagzeug-Altmeister, der mit seinem Quintett am Mittwoch das „Saarbrücker Jazzfestival 2017“ eröffnete. Im Lauf des Abends erfuhr das entzückte Auditorium (darunter Saxofonist Emil Mangelsdorff vor seinem Donnerstagsauftritt) im randvollen SR-Studio Eins denn auch aus Fosters Mund dessen Lebensmotto: Love, Peace and Jazz. Wie sollte es anders sein? Neben der allgegenwärtigen menschlichen Wärme des 74-Jährigen wurde man unter der Überschrift „Tribute to Charlie Parker“ mit Blue notes auf Weltklasse-Niveau erfreut. Auch da war Foster der Dreh- und Angelpunkt: Einfach fabelhaft, wie elegant er mit seinem Dauer-Kontrabassisten Doug Weiss immer neue Tempo- und Rhythmuswechsel managte – stets herrschten Bewegung und Fluss an der Basis. Häufig wurden Muster nur sparsam angedeutet, und dennoch groovte und swingte es.

() Noch nie habe er jemanden erlebt, der immer so gut drauf ist, scherzte Festivalchef Wolfgang Krause vom Jazz Syndikat zur Begrüßung. Gemeint war Al Foster, der stets lächelnde Schlagzeug-Altmeister, der mit seinem Quintett am Mittwoch das „Saarbrücker Jazzfestival 2017“ eröffnete. Im Lauf des Abends erfuhr das entzückte Auditorium (darunter Saxofonist Emil Mangelsdorff vor seinem Donnerstagsauftritt) im randvollen SR-Studio Eins denn auch aus Fosters Mund dessen Lebensmotto: Love, Peace and Jazz. Wie sollte es anders sein? Neben der allgegenwärtigen menschlichen Wärme des 74-Jährigen wurde man unter der Überschrift „Tribute to Charlie Parker“ mit Blue notes auf Weltklasse-Niveau erfreut. Auch da war Foster der Dreh- und Angelpunkt: Einfach fabelhaft, wie elegant er mit seinem Dauer-Kontrabassisten Doug Weiss immer neue Tempo- und Rhythmuswechsel managte – stets herrschten Bewegung und Fluss an der Basis. Häufig wurden Muster nur sparsam angedeutet, und dennoch groovte und swingte es.

Nach der Pause legten Foster und sein Quintett in Sachen Energie und Stringenz mindestens ein Brikett zu. Nach viel Bebop und Modern Jazz schwoll der Applaus bei ein paar Takten Funk in memoriam Miles Davis an. Hochverdienter Beifall, denn von Fosters New Yorker Musikern jazzte abendfüllend einer großartiger als der andere: Pianist Adam Birnbaum könnte locker ein Spitzenkonzert im Alleingang gestalten. Mike DiRubbo blies das Altsaxofon mit unaufdringlicher Brillanz, Neuzugang Wayne Tucker (Trompete) empfahl sich mit somnambuler Melancholie wie auch gleißenden Spitzentönen. Foster & Co bewiesen es wieder: So soll Jazz sein.

Heute, 20 Uhr, SR-Studio Eins: Lee Konitz Quartett

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