Schweden kontert Kritik aus China

Literaturpreis : Tucholsky-Preis: Schweden kontert Kritik aus China

Schweden hat trotz Drohungen der Pekinger Führung den chinesischstämmigen Autor Gui Minhai mit dem Tucholsky-Preis für Literatur ausgezeichnet – in Abwesenheit. In China ist er wegen des Verdachts auf Weitergabe von Staatsgeheimnissen inhaftiert.

2018 war er im Beisein zweier schwedischer Diplomaten festgenommen worden, als sie auf dem Weg nach Peking waren. Der Schriftsteller ist schwedischer Staatsbürger und Mitinhaber eines Hongkonger Ladens, der Bücher mit Klatschgeschichten über chinesische Anführer anbietet.

Der chinesische Botschafter Gui Conyou  hatte Kulturministerin Amanda Linda aufgefordert, nicht an der Verleihung teilzunehmen. Sonst drohe ihr ein Einreiseverbot für China. Ministerpräsident Stefan Löfven betonte, sein Land, werde sich „dieser Art von Drohung niemals beugen“. In Schweden gebe es Meinungsfreiheit.

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