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Saarbrücker Fraktionen reagieren auf Brücks Filmhaus-Pläne

Saarbrücker Fraktionen reagieren auf Brücks Filmhaus-Pläne

Saarbrückens Kulturdezernent Thomas Brück (Grüne) hat ein Konzept zur Rettung des Filmhauses vorgelegt: Das Amt für kommunale Filmarbeit wird aufgelöst, der Leiter versetzt; um Programm und Verwaltung kümmern sich künftig im Auftrag der Stadt Camera-Zwo-Leiter Michael Krane und Christel Drawer, frühere Leiterin des Ophüls-Festivals. Auf das Konzept, das wir in der gestrigen Ausgabe vorgestellt haben, hat nun die lokale Politik reagiert.

Das Konzept von Saarbrückens Kulturdezernent Thomas Brück (Grüne), mit dem er das bedrohte Filmhaus retten will (wir berichteten), hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die SPD-Kulturpolitikerin Josephine Ortleb kündigte gestern an, die Stadtratsfraktion werde das neue Konzept unterstützen. Das Filmhaus müsse "nun aus seinem Dornröschenschlaf geweckt" werden.

Kritischer äußert sich der Koalitionspartner im Stadtrat, die Linksfraktion. Deren kulturpolitischer Sprecher Lothar Schnitzler sagte, Brück habe "den Medien bereits ein Konzept verkauft, bevor in den Fraktionen oder in der Koalition darüber diskutiert werden konnte". Auch den Vorschlag Brücks, Programm und Verwaltung des städtischen Kinos von Camera-Zwo-Leiter Michael Krane im Auftrag der Stadt durchführen zu lassen, kritisiert die Linke: Eine "Privatisierung oder Teilprivatisierung des Filmhauses mit all den damit verbundenen Unwägbarkeiten" sei mit ihr "nicht zu machen".

Die Grünen-Stadtratsfraktion befürwortet das Konzept von Grünen-Dezernent Brück, fordert aber auch eine Neugestaltung des Hauses selbst. Die "stark in die Jahre gekommene Immobilie", sagte die kulturpolitische Sprecherin Britta Planz, brauche "dringend einige äußerliche Überarbeitungen, in welche man dann auch die Barrierefreiheit miteinbeziehen" müsse.

Die CDU-Stadtratsfraktion begrüßt das Konzept, nachdem die Stadtverwaltung in Sachen Filmhaus "viel zu lange tatenlos zugeschaut" habe und "zudem noch beratungsresistent" gewesen sei, wie die kulturpolitische Sprecherin Elke Masurek mitteilte. Die Verwaltung müsse "schnellstmöglich" erklären, "was das neue Modell kostet". Zudem forderte Masurek Brück auf, "endlich einen Kulturentwicklungsplan für die Landeshauptstadt Saarbrücken zu erstellen und dem Kulturausschuss vorzulegen".

Das Filmhaus-Konzept unter

kinoblog.sz-ticker.de