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Ophüls-Eröffnung mit Ehrenpreisträger Wim Wenders

Die digitale Eröffnung des Ophüls-Festivals : „Filmemachen ist nichts für mich“

Wie war die Eröffnung des Festivals, die auch digital stattfinden musste?

„Filmemachen ist Scheiße. Filmemachen ist nichts für mich.“ Das sagte sich einst Wim Wenders, als er 1972 „Der scharlachrote Buchstabe“ drehte und an seine Grenzen kam. „Jeder Tag war ein Scheitern“. So gesehen war das sehr ermunternd für junge Filmschaffende, schließlich ist aus Wenders nachweislich dann doch etwas geworden – unter anderem Ehrenpreisträger des Ophüls-Festival wegen seiner intensiven Nachwuchsförderung, etwa durch die Stipendien seiner Stiftung.

Das Gespräch von Wenders mit Simin Sadhegi vom SR (im Dezember aufgezeichnet in der saarländischen Landesvertreung in Berlin) war Teil des filmischen Beitrags, der in diesem digitalen Jahrgang die traditionelle Eröffnung im Cinestar ersetzen musste und am Sonntagabend vor „A Black Jesus“ (siehe oben) auf der Festivalplattform zu sehen war.

Wehmütig musste man werden wenn man Sadhegi und den Moderationskollegen Holger Büchner in der Camera Zwo sah – traditionell ein Kino des Festivals, nun coronahalber geschlossen. Vor dem Saal 2 sprach Festivalleiterin Svenja Böttger über die Hürden einer Online-Ausgabe, im Weinkeller des Hotels Leidinger, wo sonst die Jurys tagen, versprach der Künstlerische Leiter Oliver Baumgarten einen recht politischen Jahrgang.

Grußworte gab es auch: Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) lobte den „kreativen Umgang“ des Festivals mit der Situation; Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) nannte die Digitalausgabe „kein verlorenes Jahr“ und regte für die Festival-Zukunft sogar eine Verbindung aus Kino und Online an.