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Neues Institut für strategische Ästhetik

Neues Institut für strategische Ästhetik

Die beiden künstlerischen Hochschulen im Saarland – namentlich die für Musik (HfM) und bildende Künste (HBK) – haben unter dem Namen K8 ein „Institut für strategische Ästhetik“ gegründet, wie sie am Freitag mitteilten.

Das Institut fußt auf einer im Mai 2015 im Verein mit zwei saarländischen Ministerien (Wirtschaft sowie Kultur) aus der Taufe gehobenen gemeinnützigen Forschungs- und Weiterbildungs-GmbH. Ziel von K8, als dessen alleiniger Gesellschafter die HBK firmiert, ist es, die "Forschung, Entwicklung und Weiterbildung rund um Themen der digitalen Gesellschaft" zu koordinieren und voranzubringen. Kurzum: K8 soll Digitalisierungsprozesse begleiten und dabei als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Handwerk auf der einen Seite sowie Kunst/Kultur und Design auf der anderen fungieren. Praxisnähe soll dabei oberstes Gebot sein. Kultur goes Wirtschaft könnte man dies vielleicht umschreiben. Doch soll eben umgekehrt fraglos auch deren kreatives Potenzial in Privatwirtschaft wie auch öffentliche Institutionen einfließen.

Aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums werden 2016 als Anschubfinanzierung 150 000 Euro bereitgestellt. Als (ehrenamtlich tätige) Geschäftsführer des Instituts wirken Julia Hartnik, Leiterin des HfM-Projektbüros, sowie der HBK-Lehrbeauftragte Soenke Zehle, Leiter des Experimentallabors xm:lab. Hartnik zufolge sind bereits erste Projekte geplant: Eine Saarbrücker Konferenz soll sich im Herbst gesellschaftlich relevanten Zukunftsfragen widmen. Ferner sind in der Pipeline: Workshops zur digitalen Visualisierung, eine Kooperation mit Medieninformatikern der Saarbrücker Uni sowie eine Neuauflage der im Juli 2015 am Saarbrücker Schloss gelaufenen multimedialen Licht- und Musikperformance "Rotationen" von HfM- und HBK-Studenten. Kulturminister Ulrich Commerçon rühmt bereits den "Forschungs- und Weiterbildungsschwerpunkt" des neuen Instituts, während Kabinettskollegin Anke Rehlinger (beide SPD) die initiierte branchenübergreifende Kooperation zwischen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft hevorhebt. Dann mal an die Arbeit.