Mahnwache bei der Frankfurter Buchmesse

Verfolgte Autorinnen und Autoren : Mahnwache bei der Frankfurter Buchmesse

Mit einer Mahnwache haben Kulturschaffende, Buchhändler und Verleger in Frankfurt an die weltweite Unterdrückung der Meinungsfreiheit erinnert. Bei der Buchmesse spannten sie am Donnerstag symbolisch Schirme der Solidarität auf.

„Wir möchten ein Zeichen setzen für Gui Minhai und die vielen anderen Autoren, die verfolgt werden“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis. Er forderte die EU und die Bundesregierung auf, ihre Außen- und Handelspolitik mit China und der Türkei zu überprüfen. Dort würde Menschenrechte mit Füßen getreten. Der Hongkonger Buchhändler und Publizist Gui Minhai wurde nach Angaben der Initiatoren vor vier Jahren nach China verschleppt, weil er durch Veröffentlichungen über chinesische Politiker und Persönlichkeiten den Unmut der Regierung in Peking auf sich gezogen habe. Bis heute ist er verschollen.

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