1. Nachrichten
  2. Kultur

Märchen mit brenzligen Momenten

Märchen mit brenzligen Momenten

Für die ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ wurde der Klassiker „Der Prinz im Bärenfell“ unter der Federführung von SR und rbb modern inszeniert. Der Film läuft am 26. Dezember, 15 Uhr, in der ARD.

Märchenhaft und romantisch soll es werden, wenn am 26. Dezember, 15 Uhr, die Neuverfilmung der Geschichte "Der Prinz im Bärenfell" von Hans Christian Andersen im ARD-Weihnachts-Programm ausgestrahlt wird. Bei den Dreharbeiten zu dem Beitrag für die Reihe "Sechs auf einen Streich", der unter der Federführung des Saarländischen Rundfunks (SR) und des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) bereits im Juni von der Firma "Askania Media" produziert wurde, gab es dagegen viele brenzlige Momente, erinnert sich Regisseur Bodo Fürneisen .

Denn auf Grund der wochenlangen Trockenheit herrschte im Spreewald höchste Waldbrandgefahr. "Die hohen Anforderungen der Story und die immer härter werdenden Drehbedingungen kollidieren des Öfteren und führen dazu, dass dann eben doch einige - mögliche - Fantasien nicht filmische Realität werden können", erklärt Fürneisen. Weitere Herausforderungen seien die Logistik der ungewöhnlichen Motive des Spreewaldes und der Dreh auf dem Potsdamer Pfingstberg mit zahlreichen Tieren gewesen, so Produzent Martin Hofmann. Für die Verwandlung von Max Befort von einem jungen, hübschen Mann zu einem haarigen Bär sei zudem eine lange Maskenzeit von knapp drei Stunden erforderlich gewesen, ergänzt rbb-Redakteurin Anke Sperl.

Andrea Etspüler, zuständige Redakteurin des SR, freut besonders, dass "die Rollen im neuen Märchen wieder so prominent besetzt sind." Als eitler Prinz, der vom Teufel in einen Bären verwandelt und auf die Suche nach der wahren Liebe geschickt wird, konnte so Maximilian Befort ("Emil und die Detektive") verpflichtet werden. Als sein Vater ist "Tatort"-Kommissar Miroslav Nemec zu sehen. Wilfried Hochholdinger, der in zahlreichen Krimi-Serien mitgewirkt hat, spielt den Teufel. Der ist jedoch jenseits aller Rollen-Klischees nicht böse, sondern tollpatschig.

Das zugleich lustige, romantische, spannende und herzergreifende Verwandlungs-Märchen ist eine Mischung aus "Die Schöne und das Biest", Aschenputtel und dem Froschkönig. Während die Kostüme und die Ausstattung traditionell sind, wirken die Charaktere modern.

"Das Tolle an Märchen ist, dass die Botschaften fast alle heute noch aktuell sind", steht für Mira Elisa Goeres fest. Und Max Befort antwortet auf die Frage, was für ihn die "Moral von der Geschicht'" ist: "Jeden Tag kann uns etwas widerfahren, das uns stark verändert. Und im besten Fall können wir so damit umgehen, dass es uns nachhaltig positiv verändert".

26. Dezember, 15 Uhr, ARD