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Urheberrecht betrifft auch Kunstinstitutionen
Urheberrrecht: Kunsthistoriker formulieren Appell

Herford. Museen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler fordern mit Blick auf die Neuregelung des Urheberrechts, den öffentlichen Zugang zu Kulturgütern auch im Internet zu sichern.

Zugleich müsse auch für eine gerechte Entlohnung von Kulturschaffenden gesorgt werden, heißt es in einem gestern vom Herforder Museum Marta veröffentlichten Appell. Unterzeichner sind neben dem Marta-Chef Roland Nachtigäller Museumsdirektoren und Kunsthistoriker aus Nordrhein-Westfalen sowie aus Berlin, Bremen und Hamburg.


Die Unterzeichner fordern, dass Werke in öffentlichem Eigentum von der jeweiligen Institution für Reproduktionen frei genutzt werden sollten. Die Vergütung von urheberrechtlichen Interessen sollte aus Einnahmen einer „Kulturabgabe“ gespeist werden, hieß es weiter. Museen, Bibliotheken und Archive sollten von diesen Abgaben grundsätzlich befreit sein. Für die zentrale Verteilung der eingenommenen Mittel sollte die Verwertungsgesellschaft VG Bild-Kunst weiterentwickelt werden, forderten die Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Das Europaparlament stimmt heute  über die EU-Urheberrechtsreform ab.