1. Nachrichten
  2. Kultur

Saarbrücker Sommermusik: „Klaviertrio Würzburg“ begeistert in Saarbrücken

Saarbrücker Sommermusik : „Klaviertrio Würzburg“ begeistert in Saarbrücken

Als altbewährte Gäste bei der Saarbrücker Sommermusik überzeugten die Pianisten am Samstag mit Mozart und Beethoven.

„Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit“, heißt das Motto der Saarbrücker Sommermusik 2018. Auserkoren wurde dieses Zitat Friedrich Schillers von Festivalchef Thomas Altpeter, der passend dazu die Musik der klassischen Epoche um Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven in den Mittelpunkt stellt.

Mehr als ein Griff auf Nummer sicher war da das Engagement des international konzertierenden und bereits mehrfach Sommermusik-bewährten „Klaviertrios Würzburg“ am Samstag im voll besetzten Rathausfestsaal, das die entsprechende Trioliteratur selbstredend zu seinem Standardrepertoire zählt. Bei Mozarts (letztem) Klaviertrio in G-Dur KV 564 stellten sich Katharina Cording (Violine), Peer-Christoph Pulc (Cello) und Karla-Maria Cording (Klavier) sogleich entspannt musizierend und mit schlanken Strichen zeichnend vor. Auf gemeinsamem Atem fließende Gesanglichkeit und mühelos auf den Punkt gespielte Akzente zeichneten den gut austarierten Ensemble-Klang aus. Hier waren in erfreulicher Eintracht kooperierende Ausführende am Werk, die uneitel den Notentext und seine adäquate Gestaltung in den Fokus rückten. Auf dieser Grundlage konnte jene für Mozart typische Ballett-artige Eleganz keimen, die mit verdientem Beifall honoriert wurde.

Einer dem Sujet entsprechenden satteren Klanglichkeit begegnete das Sommermusik-Auditorium danach bei Beethovens „Erzherzog- Trio“ op. 97: tragender Geigenton, eine sonore Grundierung durch das Cello und organisch rauschende Klavierfülle komplettierten das Erscheinungsbild, das sich selbst im Forte-Bereich durch sehr gute Transparenz auszeichnete. Schnittstellen griffen nahtlos ineinander, die zahlreichen von Beethoven eingearbeiteten Klangfarben-Details wurden plastisch dargestellt. Die Würzburger sind keine Interpreten der Extreme: Bei lyrischen ebenso wie bei zupackenden Momenten schritten sie in der ihnen eigenen maßvollen Weise zu Werke. So berührte im Andante cantabile andächtiger Gesang ohne übertriebenes Pathos. Und im finalen Allegro moderato empfahlen sich die Gäste mit energischem und dabei durch und durch unverkrampftem Musizieren. Als Extra-Bonbon dieser feinen Vorstellung gab’s eine vom entzückten Auditorium erklatschte Zugabe.

Am Donnerstag, 20 Uhr, Kleines Theater im Rathaus: Improvisationsmusik mit „Pink Elephant“. Eintritt frei.
Info/Termine: www.saarbrücken.de/sommermusik