Jamie T. hadert ohne Grund mit sich, wie sein neues Album zeigt

Jamie T. hadert ohne Grund mit sich, wie sein neues Album zeigt

"Ich wünschte, ich wäre ein bisschen außergewöhnlicher gewesen", seufzt Jamie T. im Song "Sign Of The Times" seines vierten Albums "Trick". Warum eigentlich?! Als der Gerade-Mal-Twen aus Wimbledon 2007 mit "Panic Prevention" debütierte, traf er den Nerv und die Befindlichkeiten britischer Großstadtjugend. Danach hinderten ihn Angststörungen und Panikattacken daran, weitere Platten zu machen. Das war der Grund für die fünf Jahre Pause zwischen "Kings and Queens" und "Carry On The Grudge", das 2014 herauskam. Jetzt hat Jamie T. seine Störungen offenbar besser im Griff und das Tempo angezogen.

Seine musikalische Vergangenheit scheint auf "Trick" durch: die Mischung aus HipHop, Sample-Einsatz und Sprechgesang seiner ersten zwei Alben, aber auch der Akustikballadenmodus oder der "The Clash"-Einfluss aus der Zeit, als er noch in einer Punkband gespielt hat. Dass er nicht ganz vom ausgelassenen Pop mit hartnäckig eingängigen Melodien loskommt, beweist das neue Album auch. Mühelos springt er zwischen den Stilen hin und her, ohne sich zu verlieren. Beachtlich.

Jamie T: Trick (Virgin/EMI).

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