Handke weist Kritik zurück

Schlechte Laune trotz Literaturnobelpreis : Handke reagiert auf Kritik: „Lasst mich in Frieden“

Literaturnobelpreisträger Peter Handke hat in seiner österreichischen Heimatgemeinde Griffen aufgebracht auf Fragen zur Kritik des Buchpreis-Trägers Saša Stanišic reagiert. Der gebürtige Bosnier Stanišic hatte den 76-Jährigen Handke wegen dessen proserbischer Haltung am Montagabend bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises scharf kritisiert.

Handke stand im Balkan-Konflikt auf der Seite Serbiens, verurteilte die Nato für ihre Luftschläge und hielt 2006 bei der Beerdigung des jugoslawischen Ex-Diktators Slobodan Milosevic eine Rede. Darauf angesprochen reagierte Handke unwirsch. „Ich steh’ vor meinem Gartentor und da sind 50 Journalisten – und alle fragen nur wie Sie, und von keinem Menschen, der zu mir kommt, höre ich, dass er sagt, dass er irgendetwas von mir gelesen hat, dass er weiß, was ich geschrieben hab, es sind nur die Fragen: Wie reagiert die Welt, Reaktion auf Reaktion. (...) Lasst mich in Frieden und stellt mir nicht solche Fragen“, sagte Handke laut dem im Ö1-„Morgenjournal“ gesendeten Mitschnitt.

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