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Grüne und FDP im Saarland kritisieren Wahl des neuen Saartoto-Chefs

Opposition gegen Saartoto-Doppelspitze : Kritik an der Wahl des neuen Saartoto-Chefs

Die Opposition kritisiert den Wechsel an der Saartoto-Spitze scharf.

Die beiden nicht im Landtag vertretenen Saar-Parteien Grüne und FDP sowie die Saar-AfD haben am Montag Kritik an der Neubesetzung der Geschäftsführung bei der Landes-Tochtergesellschaft Saartoto geübt. Der Bundestagsabgeordnete und Grünen-Landeschef Markus Tressel rügte vor allem den Wechsel des SPD-Vizefraktionschefs im Saar-Landtag, Stefan Pauluhn, an die hochdotierte Saartoto-Spitze ab Mitte 2021 scharf. Trotz der Erfahrungen aus der Landessportverbands-Krise machten CDU und SPD mit ihrer Selbstversorgungspolitik einfach weiter, erklärte Tressel. CDU und SPD verteilten Versorgungsposten einfach zu gleichen Teilen unter sich auf. Zuvor war bekannt geworden, dass der jetzige SPD-Saartoto-Direktor Michael Burkert 2021 seinen Posten zugunsten von Pauluhn räumt. Und der zweite CDU-Saartoto-Direktor Peter Jacoby seinen Vertrag bis 2022 verlängert.

Die Saar-FDP-Vizin Angelika Hießerich-Peter sagte: „Die Ernennung Pauluhns als Saartoto-Geschäftsführer ist ganz offensichtlich die Entschädigung dafür, dass er seinen Fraktionsvorsitz für Ulrich Commerçon räumen musste.“ Nach dem Landessportverbands-Debakel und der zumindest umstrittenen Wahl Ruth Meyers (CDU) zur Direktorin der Landesmedienanstalt hätten CDU und SPD eine weitere wichtige Stelle nach Parteibuch vergeben. Saar-AfD-Chef Christian Wirth und sein Vize,der Landtagsabgeordnete Lutz Hecker, erklärten, dass die Saartoto-Ämter  seit jeher einer der Pfründe der Landesregierung seien, mit denen unqualifizierte, aber parteitreue Politiker belohnt und fürstlich bezahlt würden.