Golden Globes: Musical-Triumph und Trump-Kritik

Golden Globes: Musical-Triumph und Trump-Kritik

Sieben Wochen vor der Oscar-Verleihung hat die Musical-Romanze "La La Land" bei den Golden Globes sieben Preise abgeräumt: Bei der Gala in Los Angeles bekam der Hollywood-Streifen am Sonntagabend unter anderem den Preis für das beste Musical/Komödie und die beste Regie. Die beiden Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone wurden als beste Darsteller in einer Komödie/Musical ausgezeichnet. Die Hommage an das goldene Zeitalter des Musicals startet bei uns am Donnerstag. Die Golden Globes werden vom Verband der Auslandspresse vergeben und gelten als Stimmungsbarometer für die Oscars.

Die Hoffnungen für die deutsche Tragikomödie "Toni Erdmann" von Regisseurin Maren Ade wurden enttäuscht. Das Werk war in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film" nominiert - den Preis holte schließlich "Elle" von Paul Verhoeven nach Frankreich.

Ein Höhepunkt der Show war der Auftritt von Meryl Streep. Sie wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und nutzte die Bühne für klare Worte über den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle", sagte die 67-jährige Schauspielerin. Der eindrücklichste Auftritt 2016 sei für sie gewesen, als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe. Das gebe anderen Menschen vermeintlich die Erlaubnis, dasselbe zu tun: "Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt."

Trump äußerte sich in einem Telefoninterview der "New York Times". Er sei von Streeps Kritik "nicht überrascht", sagte er und bezeichnete Streep als "eine Hillary-Freundin". Er sei schon früher von "liberalen Filmleuten" attackiert worden.

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