Fußfesseln und Satellitenschüsseln: Blick auf den Kurzfilmwettbewerb

Saarbrücken · Einen starken Genrefilm legt Murat Eyüp Gönültas vor: "Jagon" ist ein visuell überzeugendes Fantasy-Abenteuer mit hervorragenden Kampf- und Actionszenen. Die Geschichte um einen alten Jäger, eine junge Frau, eine wertvolle Kette und finstere Krieger spielt im 14. Jhr. in Mitteleuropa.

Besonderer Gag: Es wird althochdeutsch gesprochen, dazu gibt es deutsche Untertitel - gut!

Das gilt auch für Mathias Sahlis Schweizer Beitrag "Hausarrest". Wir lernen einen Mann in mittleren Jahren kennen, der mit einer Maschine spricht. Max wurde zu 180 Tagen Hausarrest verurteilt, eine elektronische Fußfessel mit dem Namen Percy begleitet ihn. Percy kann ziemlich nerven und streng sein, doch sie löst manche Probleme. "Hausarrest" ist originell, auf den Punkt gebracht und hat pechschwarzen Humor.

Humor der tragikomischen Art schicken Tim Elrich und Leonhard Kaufmann mit "Am Fenster" ins Rennen. Ein Mann steigt im vierten Stock aus dem Fenster, um seine Satellitenschüssel zu richten. Sein Nachbar tut es ihm nach - allerdings mit der Absicht, sich umzubringen. Beide kommen ins Gespräch, es entspinnt sich ein köstlicher, absurder Dialog. Sie streiten und beschimpfen sich, dann entdecken sie Gemeinsamkeiten und am Ende - nein, das wird hier nicht verraten.

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