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Für den Grimme-Fernseh-Preis 2019 sind 70 Produktionen nominiert.

Nominierungen für den wichtigsten deutschen Fernsehpreis : Youtube-Produktion im Rennen um „Grimme-Preis“

Für den Grimme-Fernseh-Preis 2019 sind in diesem Jahr 70 Produktionen nominiert. Insgesamt sichteten die vier Auswahl-Kommissionen mehr als 850 Einreichungen, wie das Grimme-Institut gestern mitteilte.

Dabei habe sich erneut gezeigt, „dass der Grimme-Preis ein Abbild der gesellschaftlichen Diskurse ist“, sagte Institutsdirektorin Frauke Gerlach. Zu den aufgegriffenen Themen zählten etwa Radikalisierung gesellschaftlicher Gruppen, Flucht und Migration, Datendiebstahl und -missbrauch und der Kampf für Gleichberechtigung.

In der Kategorie „Fiktion“ waren unter den fast 170 eingereichten Produktionen 30 Serien. Fünf davon wurden nominiert: Mit „Arthurs Gesetz“ (Goodfriends Filmproduktion für TNT Comedy) und „Hackerville“ (Ufa Fiction/Mobra Films für TNT Serie) bekam der Pay-Sender TNT zwei Nominierungen. Ebenfalls ausgewählt wurden „Das Boot“ (Bavaria Fiction, Sky/Sonar Entertainment für Sky), „Bad Banks“ (Letterbox Filmproduktion/Iris Productions für ZDF/ARTE) sowie „Die Protokollantin“ (Moovie für ZDF).

Der bereits 2017 festgestellte „negative Trend“ im Unterhaltungsfernsehen setzte sich nach Angaben des Grimme-Instituts fort und zeigte sich daran, dass es von 19 möglichen Nominierungen in diesem Jahr nur elf Produktionen unter die besten des Fernsehjahres geschafft hätten.

Zum ersten Mal zählen in diesem Jahr Produktionen des Bezahlangebots Youtube Premium zu den Nominierten: In der Kategorie „Kinder & Jugend“ wurde „LeFloid vs. the World“ (Studio 71 für Youtube) nominiert, die Kommission Unterhaltung setzte „Neuland“ (Brainpool für Youtube) auf die Liste.

Für besondere journalistische Leistung in der Kategorie „Information & Kultur“ wählte die zuständige Kommission aus 25 Vorschlägen die Journalistinnen und Journalisten von „Tagesthemen“, „Weltspiegel“ und „Monitor“ aus. In der Kategorie „Kinder & Jugend“ gab es insgesamt zehn Nominierungen – davon allein fünf für Funk, das junge Online-Angebot von ARD und ZDF. Die Preisverleihung ist am 5. April.