Förderverein sammelt weiter für historische Fassaden der einstigen Hohenzollern-Residenz

Berliner Hohenzollernschloss : Berliner Schloss fehlen 18 Millionen Euro an Spenden

(dpa) Für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses fehlen ein Jahr vor der Eröffnung noch 18 Millionen Euro Spenden. Der Vorsitzende des Fördervereins, Wilhelm von Boddien, ist dennoch zuversichtlich, den Rest der insgesamt 105 Millionen Euro noch aufzubringen.

„Ich bin ziemlich sicher, dass wir das schaffen“, sagte er. Der Förderverein will deshalb auch nach Abbau des Infocenters an der Baustelle weiter vor Ort um Geldgeber werben. Die sogenannte Humboldt-Box, die seit 2011 über das Mammutprojekt informierte, wird Anfang 2019 abgerissen. Dort beginnen dann 100 Meter tiefe Bohrungen, um Erdwärme für das im Schloss geplante Humboldt Forum zu gewinnen.

Hauptattraktion in der Humboldt-Box, einer futuristisch anmutenden Betonschachtel, war das historische Stadtmodell, das auf mehr als 30 Quadratmetern Fläche das frühere Berlin um 1900 zeigte. „Wir werden es verkleinert spätestens von Ende Januar an in einem nahe gelegenen Ladenlokal zeigen“, kündigte Boddien an. Zudem soll es im Bauzaun am Lustgarten einen Baucontainer geben, in dem Besucher erste Informationen bekommen. „Wir werden ein halbes oder dreiviertel Jahr mit dieser Lösung arbeiten“, so Boddien. Der Förderverein hat 105 Millionen Euro an Spenden zugesagt, um die historischen Fassaden der einstigen Hohenzollernresidenz rekonstruieren zu können. Den Löwenanteil der Baukosten von fast 600 Millionen Euro zahlt der Bund. Unter dem Namen Humboldt Forum soll im Schloss Ende 2019 ein Kultur- und Museumszentrum öffnen.

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