„Flüchtlinge fressen“: Aktion des Zentrums für politische Schönheit

„Flüchtlinge fressen“: Aktion des Zentrums für politische Schönheit

Das für seine provokanten Interventionen bekannte "Zentrum für politische Schönheit" um den Aktionskünstler Philipp Ruch hat eine neue Kunstaktion unter dem Titel "Flüchtlinge fressen" begonnen (Details unter ). Vor dem Berliner Gorki Theater hat man gestern eine Mini-Arena errichtet, in die bis 28. Juni allabendlich unter dem Motto "Not und Spiele" eingeladen und um Spenden gebeten wird.

Finanziert werden soll eine Sondermaschine (in Anspielung auf den Bundespräsidenten "Joachim 1" getauft), um am 28. Juni 100 Syrer aus der Türkei zu ihren Angehörigen nach Deutschland auszufliegen. Für den Fall, dass die Bundesregierung deren Aufnahme verhindert oder die Aktion ignoriert, sucht man Flüchtlinge, die sich in der Arena von vier (angeblich aus dem Saarland kommenden) libyischen Tigern fressen lassen. "Wer uns kennt und unsere Arbeitsweise, der weiß, dass wir halten, was wir versprechen", meinte Ruch gestern. Eine Drohgebärde, die Aufmerksamkeit schafft.