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Filmfestspiele in Venedig ohne deutsche Filmemacher

Filmfestspiele in Italien : Venedig: 19 Regisseure, zwei Regisseurinnen

Das Filmfest in Venedig schmückt sich mit großen Namen. Deutsches Kino ist nicht im Wettbewerb.

Das Filmfest in Venedig schickt in diesem Jahr zahlreiche Werke mit hochkarätiger Besetzung in den Wettbewerb. Deutsche Filmemacher sind im Rennen um die begehrten Goldenen Löwen nicht dabei. „Joker“ von Todd Phillips mit Joaquin Phoenix und Robert De Niro feiert bei dem ältesten Filmfest der Welt Premiere. Er konkurriert unter anderem mit dem ebenfalls mit Spannung erwarteten „Ad Astra“ von James Gray, in dem Brad Pitt einen Astronauten spielt. Insgesamt werden 21 Filme im Wettbewerb gezeigt.

Meryl Streep ist an der Seite von Gary Oldman und Antonio Banderas in „The Laundromat“ von Steven Soderbergh zu sehen, eine Netflix-Produktion, die sich mit dem durch die Veröffentlichung der „Panama Papers“ ausgelösten Skandal um Briefkastenfirmen und Steueroasen auseinandersetzt. „Marriage Story“ von Noah Baumbach wartet mit Scarlett Johansson und Adam Driver in den Hauptrollen auf.

Die 76. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele läuft dieses Jahr vom 28. August bis 7. September. Eröffnet wird das Festival von dem Film „La Vérité“, in dem unter anderem Catherine Deneuve zu sehen ist. Der japanische Regisseur Kore-eda Hirokazu hatte im vergangenen Jahr die „Goldene Palme“ in Cannes gewonnen. Vom französisch-polnischen Altmeister Roman Polanski ist „J‘accuse“ dabei.

Unter den Regisseuren der Wettbewerbsfilme sind lediglich zwei Frauen: Die Filmemacherin aus Saudi-Arabien, Haifaa Al Mansour, und Shannon Murphy mit ihrem Film „Babyteeth“. Filmfestdirektor Alberto Barbera betonte aber, dass sich viele Filme mit der Situation der Frauen in verschiedenen Ländern der Welt auseinandersetzten – auch wenn diese nicht alle von Frauen gemacht seien.

Aufmerksamkeit dürfte außer­halb des Wettbewerbs auch der Film „Adults in the Room“ von Costa- Gavras bekommen. Er basiert auf dem gleichnamigen Buch des früheren griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis und rekonstruiert die, wie Barbera sie nannte, „unglaublichen“ Verhandlungen mit der EU in der Finanzkrise. Der deutsche Schauspieler Ulrich Tukur spielt mit.

Zudem werden in Venedig zwei Serien gezeigt: „The New Pope“, die Fortsetzung von „The Young Pope“ des italienischen Oscar-Preisträgers Paolo Sorrentino; dieses Mal neben Jude Law auch mit John Malkovich. „ZeroZeroZero“ ist angelehnt an ein Buch des italienischen Anti-Mafia-Autors Roberto Saviano – es geht um Kokainhandel.

Die Internationalen Filmfestspiele in der italienischen Lagunenstadt gibt es seit 1932. Im vergangenen Jahr wurde der Netflix-Film „Roma“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.