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Filmfestival Max Ophüls Preis online vom 17.–24. Januar 2021

Saarbrücker Filmfestival : Ophüls 2021 wird Online-Festival

Es ist bitter und traurig - aber keine ganz große Überraschung: Das kommende Filmfestival Max Ophüls Preis wird eine reine Online-Veranstaltung.

Wie das Festival mitteilt, stehen die Filme der vier Wettbewerbe und Nebenreihen vom 17.–24. Januar 2021 auf einer eigens für das Festival entwickelten Streaming-Plattform on Demand zur Verfügung. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können demnach in den Publikumswettbewerben über ihren Favoriten abstimmen.

Die Eröffnung und auch die Preisverleihung sowie das Branchenprogramm „MOP-Industry“ werden in „angepasster Form ebenfalls online stattfinden“, heißt es. Als neues Angebot solle ein kostenloser, linearer Web-Kanal das Programm ergänzen.

Geplant ist laut Festival zudem, einen Teil des Festivals im späteren Verlauf des Jahres 2021 als Präsenzveranstaltung mit Vorführungen in den saarländischen Kinos in Anwesenheit der Preisträgerinnen und Preisträger nachzuholen.
In einer Presse-Erklärung sagen dazu Festivalleiterin Svenja Böttger und Künstlerischer Leiter Oliver Baumgarten: „Es hilft kein Wünschen und kein Hoffen: Die aktuellen Umstände erfordern im Sinne der Vernunft ein flexibles Umdenken in der Ausgestaltung unseres Filmfestivals. Und so traurig uns dieser in der Geschichte des Filmfestivals Max Ophüls Preis hoffentlich einmalig bleibende Umzug ins Digitale auch stimmen mag: Wir haben diese Option stets mitgedacht und wollen nun alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Festivalcharakter mit innovativen Formaten und lebendigen Ideen auf adäquate Weise ins Digitale zu übertragen. Die Szene des deutschsprachigen Filmnachwuchses ist quicklebendig – sie hat unsere Aufmerksamkeit absolut verdient. Und genau das soll unsere digitale Ausgabe leisten: Plattform sein, um in Zeiten der Pandemie die Arbeiten junger Filmschaffender zu würdigen, zu diskutieren und ihnen eine möglichst breite Öffentlichkeit zu bieten.“

Böttger und Baumgarten „bedauern zutiefst, dass wir mit vielen unserer langjährigen Partner und Unterstützer aus der Kino-, Event- und Hotelbranche in diesem Jahr keine Kooperationen eingehen können. Wir möchten mit unserer geplanten physischen Festivaledition etwas später im Jahr zumindest einen kleinen Teil an Unterstützung, die uns durch unsere Partner immer wieder zuteil wird, zurückgeben.“

Das Duo dankt besonders „der Landeshauptstadt Saarbrücken, der saarländischen Landesregierung, unseren Sponsoren und Förderern sowie unseren Festivalpaten, die uns in den schwierigen Zeiten weiterhin uneingeschränkt zur Seite stehen und am Vertrauen in unser Team und eine Umsetzung der 42. Festivalausgabe niemals Zweifel haben aufkommen lassen.“

Laut Festival bilden die vier Wettbewerbe um die mit über 110.000 Euro dotierten Auszeichnungen beim Filmfestival Max Ophüls Preis in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm in leicht reduzierter Form auch in der Online-Ausgabe das Zentrum des Festivals.

Ergänzt werde das Programm durch ausgesuchte Nebenreihen sowie angepasste Formate des Branchenprogramms MOP-Industry. „Als digitale Plattform für die Festivalausgabe dient eine auf der Blockchain-Technologie basierende Streaming-Plattform, die für das Filmfestival entwickelt und programmiert wird“, teilt das Festival mit.“Im neuen linearen Web-Kanal ist ein täglich wechselndes Angebot aus Gesprächsformaten und exklusivem (Film-)Content geplant.“

Weitere Hinweise zum Programm sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Die Pressekonferenz zum 42. Filmfestival Max Ophüls Preis ist online geplant für den 16. Dezember 2020 statt.