Erweiterung von Frankfurts Jüdischem Museum verzögert sich und wird teurer

Museen : Frankfurts Jüdisches Museum erst 2020 fertig

(dpa) Die Eröffnung des Neubaus und der neuen Dauerausstellung des Jüdischen Museums in Frankfurt muss um knapp fünf Monate verschoben werden. Grund für die Verzögerung sei die „bauliche Hochkonjunktur“, so Museumsdirektorin Mirjam Wenzel.

Die Eröffnung finde nun im April 2020 statt. Außerdem wird das Bauprojekt drei Millionen teurer als geplant.

Ausschreibungen hätten wiederholt werden müssen, Firmen hätten nach Auftragsvergabe versucht, nachzuverhandeln, erklärte Wenzel gestern. Mit der Museumsarbeit selbst liege man im Zeitplan. „Die Objekte sind ausgewählt, die Texte geschrieben.“ Dass das Projekt sich verteuert, liegt laut einer Sprecherin des Frankfurter Kulturdezernats an der „konjunkturell bedingten Baupreisentwicklung“. Mit einer Kostensteigerung von weniger als sieben Prozent liege man noch unter der „magischen Grenze“ von zehn Prozent bei öffentlichen Bauprojekten.

Die Renovierung des Rothschild-Palais sowie der Bau eines neuen Gebäudes am Jüdischen Museum machen den größten Teil eines seit 2015 laufenden, ursprünglich 50 Millionen Euro teuren Projekts aus. Die Kosten - auch die Mehrkosten - trägt die Stadt Frankfurt. Das Land unterstützt die Dauerausstellung außerdem mit drei Millionen Euro.

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