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Ophüls-Rahmenprogramm: „Dreigroschenoper“ heute Abend im Kino Achteinhalb

Ophüls-Rahmenprogramm : „Dreigroschenoper“ heute Abend im Kino Achteinhalb

Als Hommage an den Saarbrücker Regisseur Wolfgang Staudte (1906-1984, „Rosen für den Staatsanwalt“) läuft im Rahmen des Ophüls-Festivals heute Staudtes Film „Die Dreigroschenoper“.

Die Verfilmung nach Bertolt Brecht und Kurt Weill entstand 1961/62 mit viel Aufwand und einer prominenten Besetzung: Curd Jürgens, Hildegard Knef, Gert Fröbe, Lino Ventura, Walter Giller.

Die Produktionsgeschichte allerdings war höchst turbulent – Wolfgang Staudte hatte eine Modernisierung des Stoffes im Sinn, wogegen Brechts Witwe Helene Weigel (ihr Mann starb 1956), die die Rechte am Stück besaß, protestierte. Es war nichts Staudtes erster Konflikt mit Brecht und Weigel: 1955 hatte er „Mutter Courage“ begonnen, doch nach Zusammenstößen mit Brecht, der sich mehr Verfremdungseffekte und weniger Kino-Illusion wünschte, wurden die Dreharbeiten abgebrochen.

Die „Dreigroschenoper“ läuft heute um 18 Uhr im Kino Achteinhalb. Staudte-Biograf Malte Ludin, der eine Einführung geben wollte, ist erkrankt und kann nicht nach Saarbrücken kommen. Uschi und Andreas Schmidt-Lenhard von der Saarbrücker Staudte-Gesellschaft werden von der schwierigen Entstehung des Films erzählen.

Ein Interview zu Staudte und der „Dreigroschenoper“ mit Uschi Schmidt-Lenhard unter www.saarbruecker-zeitung.de/kultur