Diskussion um Preisbindung für Bücher

Kein Bestseller ohne Buchhändler : Buchhändler machen Autoren erfolgreich

Durch zwei neue Studien sieht sich der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in seinem Einsatz für einen Bestand der Buchpreisbindung gestärkt. Für die dabei notwendige Datenbasis und die beiden Untersuchungen investierte der Börsenverein nach Angaben vom Freitag in Berlin 300 000 Euro.

Georg Götz, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Gießen, untersuchte unter anderem den Einfluss von Buchhändlern auf den Absatz weniger bekannter Autoren. Danach verdanken 97 Prozent solcher Titel ihren Erfolg nur oder auch dem Buchhändler an der Ecke. „Sie wären ohne den stationären Handel keine Bestseller geworden“, sagte Götz.

Andreas Fuchs, Juraprofessor an der Universität Osnabrück, untersuchte im Auftrag des Börsenvereins die Frage der Vereinbarkeit der Buchpreisbindung mit dem europäischen Wirtschaftsrecht. Nach seiner Einschätzung wird der Wettbewerb nicht vollständig ausgeschaltet. Es bestehe kein Handlungsbedarf, sagte er. Die Buchpreisbindung sei mit dem EU-Recht vereinbar.

(dpa)
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